Wegekreuze


Wir bitten in dieser
friedlosen Zeit um den Frieden!
Für die Welt und ihre Völker.
Für die Länder
und ihre Menschen.
Für uns selbst
und unsere Herzen.

Dazu segne uns Gott der Allmächtige,
der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist.
Amen

 

 

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Herr
Du kommst in einer Zeit zu uns,
die zerrissen ist von Streit und Krieg,
zwischen Völkern und Religionen.
Du kamst vor 2000 Jahren zu uns,
da sah die Welt zwar anders aus,
aber auch nicht besser.

Mir fehlen die Worte,
das HEUTE zu beschreiben,
ich muss es auch nicht,
denn Du Herr, kennst die Not
und die Mühsal, für die
wir selbst verantwortlich sind!
 

Aber ich bete trotzdem zu Dir,
denn es ist kein Anderer,
der uns helfen kann..

Du antwortest uns, Herr,
ganz leise, wir müssen nur verstehen!
Denn das sind die entscheidenden
Augenblicke unseres Lebens!

 

Und Weihnachten?

Eigentlich wollte ich ja einen guten Text zum Weihnachtsfest schreiben. Ist leider nichts geworden, weil ich die Doppelzüngigkeit, die an diesen Tagen überall zutage tritt, nicht auch noch unterstützen  möchte.

Da liegt das Kind in der Krippe, wird angebetet, wird hofiert von kleinen und großen Menschen, reich beschenkt - Gold, Weihrauch und Myrre,  wird uns überliefert.
»Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen« singen die Engel auf den Feldern und alles stimmt mit ein.

So lesen und hören wir es Jahr für Jahr in den Kirchen zum Heiligen Abend. Und auch die, die mit der Kirche nichts am Hut haben, feiern dieses segensreiche Weihnachtsfest mit. Weil es ja ein Fest der Familie ist!

Ja? Ist es das wirklich, ein Fest der Familie? Ich bin da aber doch sehr im Zweifel! Zu keiner Zeit wird in den Familien so viel gestritten wie Weihnachten.  Dabei ist es gleich, ob es im Herrgottswinkel auf dem Almhof oder auf der Warf einer Hallig, ob im Haus in der Eifel oder auf dem Hof in der Magdeburger Börde geschieht. Jetzt sind alle mal wieder beisammen, die das ganze Jahr nichts von sich hören lassen! Und all die unausgeräumten Streitigkeiten treten ungehindert auf den Plan. Klar, Friede auf Erden - wenigstens für einen Tag - das wünscht sich eigentlich jeder. Aber auch jeder erwartet es nur vom Anderen! Bitte wasche mir meinen Pelz, aber wehe, du machst ihn mir nass!

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Ein Kind wurde geboren, damals in einer Zeit voller Not und Armut, in einem Stall. Er brachte uns die Hoffnung auf die Welt. Die Hoffnung auf eine bessere Welt. Niemand hatte da etwas von einer Riesenparty gesagt, die dann jedes Jahr gefeiert werden sollte. Keiner hatte etwas von Umsatzsteigerung erwähnt an diesen Tagen gegenüber dem Vorjahr.

Jesus Christus kam auf die Welt um uns zu erlösen von allem Bösen. Und? Er hat es bisher nicht geschafft, auch zweitausend Jahre später bringt der Bruder den Bruder um; die Schwester wünscht der Schwester alles Schlechte der Welt.
Deshalb, und gerade deshalb geschah dann auch Golgatha, rund dreissig Jahre später! Und all die sogenannten Propheten, gleich welchen Namens, die danach neue Religionen schufen nach ihrem eigenen Gusto, sie alle können dem Menschen nicht das Wasser reichen, der damals geboren wurde und der damals auch für uns starb!

»Weihnachten sollte nur für die gelten«, sagt  mir mal jemand, »der auch an Christus glaubt, für alle anderen dürfte es kein Feiertag sein.«

»Falsche Aussage! Auch für die Menschen ist es geboren, das Kind dort in der Krippe! Und auch gestorben für die, die es verhöhnen und die dieses Kind in der Krippe später ans Kreuz schlugen.

Das gerade ist Weihnachten! Es ist kein Fest der Familie, wie es immer propagiert wird.  Keine Tralala-Party mit Pomp und Glitzer.

Es ist ein Geburtstagsfest, ja. Aber was für eins! Und alle, die so liebend gern Geburtstag feiern, sollten sich in diesen Tagen daran erinnern, dass der Herr geboren wurde, vor zweitausend Jahren, in Palästina! Und dass er dort auch starb - im gleichen Land, und heute immer noch stirbt, Tag für Tag …